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Vietnam Rundreise

Vietnam SMART

Vietnam SMART - - - 16 Tage Reise

Reise Insiderwissen

Vietnam - Im Schweinsgalopp von Nord nach Süd

Seit ich im Jahre 1994 das erste Mal nach Vietnam kam, habe ich dieses Land mindestens 30 Mal besucht. Teilweise bei Erkundungsreisen, aber vor allem auch mit von mir organisierten und geleiteten Reisegruppen. Ich kann mich also sicher als ein Kenner dieses Landes bezeichnen. Und dieses Wissen fließt selbstverständlich auch in unsere Exotische Reisen ein. Unser Motto lautet „Anders reisen, mehr erleben“. Wir haben eine Dichte an interessanten Rundreise-Programmpunkten, die sich sehen lassen kann. Diese sind inklusive und müssen nicht etwa als fakultative Ausflüge extra dazu gebucht werden. Unsere Reise-Routen liegen oft jenseits der ausgetretenen „Rennstrecken“ der großen Veranstalter, und unsere sehr angenehmen und überwiegend kleinen Hotelanlagen werden kaum in den großen Reise-Katalogen zu finden sein. Wir können damit eine besondere Reise-Qualität anbieten, auf die wir zu Recht auch stolz sind. Dies alles ist natürlich nur mit einem hohen Maß an Insiderwissen möglich. An Hand der nachfolgenden Beschreibungen möchten ich Ihnen einen Einblick in dieses besondere Insiderwissen am Beispiel von Vietnam geben und einige Hintergründe beleuchten.

Vietnam hat eine Nord-Süd-Ausdehnung von 1700 Kilometern. An der weitesten Stelle beträgt die Ost-West-Ausdehnung 600 Kilometer und an der schmalsten nur 50 Kilometer. Es ist also ein sehr lang gestrecktes Land mit verschiedensten Regionen und Klimazonen. Vom flachen Mekongdelta im Süden über das zentrale Hochland bis hin zum Bergland des Nordens. Während im Süden ganzjährig tropisches Klima herrscht, gibt es im Norden auch einen Winter mit nasskalten Temperaturen um die 10 ° Celsius. Die Küstenlinie des Landes beträgt rund 3000 Kilometer. Noch gibt es in Vietnam keine Autobahnen wie in Europa, auf denen man in wenigen Stunden über hunderte Kilometer von einem Ort zum anderen preschen kann. Es gibt zwar einige Schnellstraßen, aber schnell bedeutet in diesem Fall in der Regel nicht mehr als 80 km/h. Oft darf man sogar nur 50 fahren, selbst außerhalb von Ortschaften, und innerhalb von Ortschaften zumeist nur 30 km/h. Die Polizei achtet scharf auf die Einhaltung dieser Limits, und die Strafen sind beträchtlich.

Reisen in Vietnam ist also etwas anderes als in Europa, und dies nicht nur wegen der anderen Infrastruktur. Fast an jeder Ecke warten neue Erlebnisse, die oft gekennzeichnet sind von einem an Leben übersprudelnden Land. Das Leben spielt sich maßgeblich auf der Straße ab. Dort laufen die Geschäfte, dort befinden sich die Garküchen und Märkte oder die Moped-Reparaturwerkstätten. In einer Großstadt wie Saigon oder Hanoi muss man als frisch gelandeter Tourist erst einmal lernen, wie man über die Straße kommt. Warten funktioniert nicht und rennen auch nicht. Man läuft etwas schräg zur Straße einfach ruhig los. In den sprudelnden Verkehrsstrom hinein. Doch man darf nicht stoppen und auch nicht plötzlich rennen. So wird man umspült wie ein kleines Floß auf einem dahin gleitenden Fluss. Alle können die Situation besser einschätzen. Jeder achtet auf den Anderen. Allein in Saigon gibt es drei Millionen Mopeds. Ein unnachgiebiges Beharren auf Vorfahrt hätte hier permanente Massen-Zusammenstöße zur Folge. Vietnam wirklich zu erleben, heißt also auch auf seinen Straßen unterwegs zu sein.

Die meisten Reisen, die von Reiseveranstaltern nach Vietnam angeboten werden, verlaufen nach einem einheitlichen Strickmuster. Es geht quasi im Schweinsgalopp von Nord nach Süd. Doch das ist aus unserer Sicht ein Jammer. Es ist völlig unmöglich, Vietnam in einem Rutsch von Nord nach Süd wirklich zu erleben. Deutsche schmunzeln gerne über Japaner, die in einer Woche nicht nur Deutschland, sondern unter Umständen auch noch Europa erleben wollen. In Vietnam vollziehen sie aber oftmals selbst etwas ähnliches, wenn auch nicht ganz so krass. Dies ist natürlich auch ein Informationsproblem. Viele Reiseführer beschreiben genau diese Route, viele Veranstalter haben sich genau darauf „eingeschossen“ und viele Kunden - gefüttert mit diesen Informationen -  glauben, das wäre der optimale Weg, möglichst das ganze Land kennen zu lernen. Man fliegt nach Hanoi und fährt natürlich zur Halong Bucht, man fliegt und fährt weiter nach Hue, der alten Kaiserstadt, man kreuzt noch einige Orte, wo praktisch fast alle durch kommen, ein paar Tage Strandurlaub gibt es auch, und am Ende schnell noch einen Tag ins Mekong-Delta, dann geht es wieder nach Hause.

Die attraktivste Reisezeit für Europäer sind sicherlich die Wintermonate, um der heimischen Dunkelheit und Kälte etwas zu entfliehen. Wer aber im Januar nach Hanoi kommt, wird vielleicht eine Überraschung erleben. Zwar wird man dort kaum Schnee zu Gesicht bekommen, doch das nasskalte Klima geht wahrlich durch bis auf die Knochen. Ich habe selten so gefroren, wie in Hanoi, und der Spaziergang durch die Altstadt war unter diesen Umständen nicht einmal halb so schön, wie er hätte sein können. Eine Heizung im Hotel gab es aber nicht. Man versucht in solchen Zeiten mit der Klimaanlage etwas Wärme im Zimmer zu schaffen. Auch dem längeren warmen Duschen schob sich schnell ein Riegel vor. Die Dusche wurde versorgt über einen kleinen Wasserboiler, der sich immer wieder erst neu aufheizen musste.

Beim Besuch der Halong Bucht in den Wintermonaten gehört nicht sehr viel Pech dazu, diese eingehüllt in dichtem Nebel vorzufinden. Das wird einem aber vorher kaum gesagt, und fürs Wetter kann natürlich auch niemand. Üblicher Weise verbringt man eine Nacht auf dem Boot in der Halong Bucht. Man schlüpft in jedes T-Shirt, das man gerade noch für diesen Ausflug zum Wechseln mitgenommen hatte und wartet. Man wartet im Boot und schaut durch die mit Tropfen bedeckten Glasscheiben nach draußen in den grauen Nebel hinein. Man wartet, dass sich der Nebel vielleicht lichtet. Man wartet auf die Rückfahrt nach Hanoi am nächsten Tag. Aber man war wenigstens da gewesen. Auf der Rückfahrt nach Hanoi werden alle Touristen üblicher Weise auch noch in großen und reizlosen Restaurants abgesetzt und in riesigen Kunstgewerbe Läden.

Kommt man in den wärmeren Monaten in die Halong Bucht, kann man diese leicht ohne Nebel erleben. Allerdings sieht man dann nicht nur die schöne Landschaft, sondern ungefähr noch weitere 500 Boote, jedes mit einer Kapazität von ca. 20 - 40 Touristen, die auch genau dasselbe wollen. Die Halong Bucht zählt zu den am längsten touristisch vermarkteten Regionen Vietnams. Auch die Einheimischen reisen und reisten gerne hierher, und dies schon zu Zeiten, als es kaum ausländische Touristen in Vietnam gab. Vietnamesen fühlen sich wohl in großen Scharen.

Eine ähnliche Situation findet man in der alten Kaiserstadt Hue. Welcher Reiseveranstalter hat sie nicht im Programm? Dies ist aus unserer Sicht nicht unbedingt falsch. Es gibt ein paar sehenswerte Orte in ihrer Umgebung. Dazu zählen vor allem auch die alten Kaisergrabstätten. Doch man muss auch ein paar andere Sachen wissen. Hue ist die regenreichste Stadt in ganz Vietnam. Amüsiert kann man oft Touristengruppen beobachten, die in eiligst besorgten einfarbigen Regenkutten durch die Sehenswürdigkeiten Hues huschen. Der Name „alte Kaiserstadt“ hat etwas für sich und übt allein schon eine Anziehungskraft aus. Aber den alten Kaiserpalast gibt es längst nicht mehr. Nur ein paar periphere Gebäude sind übrig geblieben. So mancher Tourist, der etwas anderes erwartet hatte, ist spätestens hier enttäuscht.

Am Ende einer solchen Schnellreise von Nord- nach Südvietnam steht meistens noch ein kurzer Besuch im Mekong-Delta. Ein Tag, vielleicht noch eine Übernachtung, mehr Zeit ist dann nicht mehr. Aber man war auch noch im Mekong-Delta gewesen. Doch war man das wirklich? 

Das Mekong-Delta ist eine der interessantesten und reichhaltigsten Regionen Asiens überhaupt. Mindestens vier Tage sollte man sich dafür Zeit nehmen. In unserer Reise steht es ganz am Anfang. Dann geht es mit unserem privaten Bus immer weiter durch Südvietnam. Auf unserem Weg liegen viele Orte und Landschaften, die niemals in die Pläne und Rennstrecken der großen Veranstalter passen würden. Nördlichster Punkt für uns ist schließlich die Gegend um Nha Trang. Das liegt noch nicht einmal in der Mitte Vietnams. Dann geht es an der Küste wieder in Richtung Süden. Bisherige Reiseteilnehmer berichten übereinstimmend, dass unsere Reise durch Südvietnam an Reichhaltigkeit und Vielseitigkeit kaum noch zu toppen ist.

Zentralvietnam besuchen wir auch. Es hat viel zu bieten. Dies allerdings bei unserer Reise von Laos nach Vietnam. Dabei geht es dann u.a. auch nach Hue, dort aber auch in die ländliche Umgebung. Auf dieser Reise ist Nha Trang für uns der südlichste Punkt.

Und was machen wir nun mit der Halong Bucht? Sie erwarten wahrscheinlich auch dazu von mir eine Antwort. Hier ist sie: Kommen Sie mit uns mit nach Thailand. Nein, das ist kein Witz. Wir können Ihnen auf unserer Reise nach Süd-Thailand gleich zwei Regionen bieten, die große Ähnlichkeit mit der Halong Bucht haben, dabei aber auch im Januar angenehm warm und frei von Nebel sind. Eine Region davon übertrifft die andere und ist landschaftlich so fantastisch, dass ich sie ohne jede Übertreibung zu den herrlichsten Landschaften zähle, die ich weltweit kenne. Fast unglaubwürdig klingt es, wenn ich Ihnen jetzt noch erzähle, dass dort nur sehr wenige Touristen unterwegs sind. Und das ausgerechnet im viel besuchten Thailand. Aber das ist der Unterschied zwischen „Reisen von der Stange“ und Individualreisen mit Insiderwissen und Leidenschaft.

Bleibt noch zu erwähnen, dass wir auch noch eine Reise von Kambodscha nach Vietnam anbieten. Bei dieser besuchen wir auch den südlichsten Punkt Vietnams, die Insel Phu Quoc. Diese Insel ist „noch“ sehr beschaulich und vom Massentourismus bisher verschont geblieben.

Es lohnt sich also, mit uns gleich mehrmals nach Vietnam bzw. nach Südostasien zu reisen. Ein Pärchen z.B., welches vor einigen Jahren mit einem großen Veranstalter nach Vietnam reiste, machte ein Jahr später bei uns die Reise Kambodscha & Vietnam mit. Ein weiteres Jahr später kamen die beiden gleich noch einmal mit uns mit nach Vietnam. Sie hatten gemerkt, dass das etwas ganz anderes ist. Leider lässt sich das mit Worten schlecht erklären. Aber vielleicht ist es an Hand dieses Artikels doch ein bisschen deutlich geworden.

Bernd Bieder

 

 

Wir suchen das Besondere nicht im Getöse der Welt oder in nichts sagenden Ferien-Fabriken, sondern in der Natur und in der Anmut und Vielfalt des echten Lebens. Genießen Sie mit uns überwiegend kleinere charmante Hotels und eine vielseitige Vietnam Rundreise.

 

 

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