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Myanmar (Burma)

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Myanmar Reisen (Burma) - - - 22 Tage Reise

Reise Insiderwissen

Der Mythos von Mandalay und andere Ungereimtheiten

Unser Motto lautet „Anders reisen, mehr erleben“. Wir haben eine Dichte an interessanten Rundreise-Programmpunkten, die sich sehen lassen kann. Diese sind inklusive und müssen nicht etwa als fakultative Ausflüge extra dazu gebucht werden. Unsere Reise-Routen liegen oft jenseits der ausgetretenen „Rennstrecken“ der großen Veranstalter, und unsere sehr angenehmen und überwiegend kleineren Hotelanlagen werden kaum in den großen Reise-Katalogen zu finden sein. Wir können Ihnen eine besondere Reise-Qualität anbieten, auf die wir zu Recht auch stolz sind. Dies alles ist natürlich nur mit einem hohen Maß an Insiderwissen möglich. An Hand der nachfolgenden Berichte möchten wir Ihnen einen Einblick in dieses besondere Reise-Insiderwissen geben und einige Hintergründe am Beispiel von Myanmar beleuchten.

Fast alle Reiseveranstalter für Myanmar (Burma/Birma) haben die Stadt Mandalay in ihrem Programm. Wobei dies für unseren Geschmack nicht unbedingt sein muss. Der alte Königspalast wurde im zweiten Weltkrieg vollständig in Schutt und Asche gelegt. Einige der wichtigsten Gebäude ließ die Militärregierung zwar Ende der neunziger Jahre wieder aufbauen, aber sie sind alle leer. So wirkt der neue Palast heute wie eine Geisterstadt ohne besonderem Flair. Es gibt einige Klöster in und um Mandalay und eine große Klosterschule, aber wunderschöne Klöster gibt es auch in anderen Landesteilen in Myanmar reichlich, weswegen man also auch nicht unbedingt nach Mandalay kommen müsste. Ein 236 Meter hoher Hügel in der Nähe der Stadt wird gerne bestiegen. Ist man ohnehin dort, kann man das machen. Spektakulär ist es aber nicht. Bleibt als einzige Besonderheit die U-Bein-Brücke in der Nähe von Mandalay, die längste Teakholzbrücke der Welt. Darunter darf man sich allerdings keine gewaltige Konstruktion vorstellen, sondern Teakholzstämme, die hintereinander in den Taungthaman-See gerammt und mit Holzplanken bedeckt wurden.

Manche Reisende interessieren sich auch für eine Fahrt mit einem Schiff vom Mandalay in Richtung Süden. Dazu muss man aber wissen, dass diese Strecke landschaftlich nicht sonderlich reizvoll ist. Außer einem sandigen Ufer ist oftmals über Stunden nicht mehr zu sehen. Wenn, dann müsste man eine Bootsfahrt nördlich von Mandalay planen. Aber dazu müsste man fünf weitere Reisetage zur Verfügung haben, was - in Verbindung mit den anderen sehenswerten Orten - nur Sinn macht, wenn man mehr als drei Wochen Zeit für die Rundreise hätte.
 
Warum aber wird Mandalay so sehr in den meisten Reiseausschreibungen und auch in den Reiseführern gepriesen? Nun, was die Reiseführer betrifft, da schreibt nicht selten ein Autor vom anderen ab. Wirklich da gewesen sind aber die wenigsten. Was aber den Mythos um Mandalay betrifft, so ist dieser durch die britische Kolonialmacht entstanden. Die Stadt war das Zentrum der Briten und wurde in liebestrunkenen Soldatenliedern noch bis weit nach dem Zweiten Weltkrieg besungen. Die Texte erzählten von der Liebsten, die in Mandalay zurückgelassen werden musste. Selbst Frank Sinatra, Kurt Weill, The Eagles und noch einige andere sangen über Mandalay. Das betrifft wie gesagt den Mythos der Stadt, der auch heute noch im geschäftlichen Interesse gerne hochgehalten wird. Für die großen Reiseveranstalter gibt es aber noch zwei andere triftige Gründe, Mandalay mit ins Programm aufzunehmen. Die Stadt hat einen Flughafen und ein paar große Hotels. So sind also reisestrategische Gründe, verklärt mit dem alten Mythos, die wirklichen Hintergründe, weshalb Mandalay in fast jedem Myanmar-Reiseprogramm an vorderer Stelle steht.
 
Wir dagegen fahren mit einem Minibus in Richtung Norden, nicht hinauf bis Mandalay, aber bis zum Inle-See, und danach auch nach Kalaw und nach Bagan. Die Straßen sind mitunter ziemlich schlecht und schmal, also nichts für große Reisebusse. Die Route bis zum Inle-See an einem Tag zurückzulegen, wäre nicht sinnvoll und auch zu anstrengend. Wir machen aber nach ca. fünf Stunden Fahrt auf halber Strecke Halt in Toungoo und bleiben dort für drei Tage. Zuvor hatten wir schon einige interessante Stopps. So z.B. an einer Klosterschule mit hunderten Mönchen, an einem traditionellen Markt und auch in dem einen oder anderen Dorf. Unser Guesthouse mit seiner gastfreundlichen Arzt-Familie ist die einzige für Touristen wirklich geeignete Unterkunft auf dem halben Weg zum Inle-See. Dort gibt es aber nur 12 Zimmer. Also völlig ausgeschlossen für Großveranstalter. So bleibt denen bei ihrer Myanmar-Reise in der Tat nichts anderes, als nach Mandalay zu fliegen. Wir dagegen bereisen die eindrucksvolle birmanische Provinz. Wir sehen abgeschiedene Dörfer und Klöster, und wir kommen mit überaus freundlichen und herzlichen Einheimischen zusammen, die bisher kaum Touristen zu Gesicht bekamen. Eine Fotografin, die vor einigen Jahren auch mit zu unserer Reisegruppe gehörte, und die zunächst ebenfalls mit dem Floh Mandalay im Ohr geimpft war, verstand erst dort mit Dankbarkeit das Besondere unserer Reiseroute. Seitdem bucht sie fast jedes Jahr bei uns eine neue Reise.

Erwähnt werden muss auch noch unsere Bootsfahrt im Delta des Ayeyarwady. In diesem Flussdelta wird die Landschaft wieder interessant. Schmale Kanäle winden sich an Hütten und Palmen entlang, breite Stromabschnitte vermitteln ein Gefühl von stiller Weite. Als wir vor einigen Jahren diese Bootstour in unser Programm aufnahmen, waren wir mit die ersten Touristen überhaupt, die dort solche Unternehmungen durchführten. Entsprechend lang dauerte auch die Genehmigung dafür von der lokalen Behörde. Ohne Zayer, unserem erfahrenen einheimischen Begleiter, wäre das unmöglich gewesen.
 
Manche Interessenten vermuten bei unserem Motto "Anders reisen, mehr erleben", wir würden bei unserer direkten Art der Reisen und Rundreisen durch das Land nur einfache Unterkünfte zur Verfügung haben. Dies trifft in manchen Fällen auch zu, weil die jeweiligen Regionen noch nichts Besseres zu bieten haben. Aber die Gegend als solches ist so interessant, dass es sich lohnt dort zu sein. Überwiegend haben wir jedoch einen gehobenen Mittelklassestandard und in einigen Fällen auch luxuriöse Anlagen. Letzteres übrigens auch bei unserer Myanmar Rundreise.

Bernd Bieder

 

 

Wir suchen das Besondere nicht im Getöse der Welt oder in nichts sagenden Ferien-Fabriken, sondern in der Natur und in der Anmut und Vielfalt des echten Lebens. Genießen Sie mit uns überwiegend kleinere charmante Hotels und eine vielseitige Myanmar Rundreise.

 

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